Netzmanagement

Der Aufstieg nachhaltiger Energien hat bereits viele Veränderungen mit sich gebracht und dies wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen.

Um die damit verbundenen enormen Produktionsschwankungen zu bewältigen, sind gravierende Maßnahmen erforderlich. Diese werden oft unter dem Begriff „Netzmanagement“ zusammengefasst. Hierzu können die Kopplung des Stromverbrauchs an die Produktion, ein Engpassmanagement zur Vermeidung von Überkapazitäten in den Netzen sowie verschiedene Speicherformen gehören, um Produktionsspitzen abzufangen und sie in Zeiten geringer Produktion verfügbar zu machen.

Die wichtigsten Änderungen sind:

  1. Die Stromerzeugung wird zunehmend zu einer dezentralen Aufgabe, wobei Unternehmen und Privatpersonen mit Solaranlagen und Windrädern nach und nach die Aufgaben der Energiekonzerne übernehmen.
  2. Dass sich die Produktion von Elektrizität immer schwieriger regulieren lässt, weil das Wetter dabei eine entscheidende Rolle spielt.
  3. Zudem wird es bei der Produktion zunehmend größere Spitzen und Täler geben, die die maximale Belastung des Netzes überschreiten.

Notstromversorgung

Enova hilft bei der Regulierung des nationalen Energienetzes. Durch die nachhaltige Produktion nimmt die Instabilität im Netz zu. Mit unseren Smart Grid-Lösungen sind wir in der Lage, rund um die Uhr Anpassungen vorzunehmen.

Primärregelleistung

Die Grundlage für die Stabilität des europäischen Stromnetzes wird in Echtzeit anhand der Netzfrequenz von 50 Hertz ermittelt. Enova unterstützt geeignete Anlagen bei der Erbringung dieser sogenannten Primärregelleistung.

Engpassmanagement

Der Ausbau nachhaltiger Stromproduktion wird zu einem Überangebot an bestimmten Knotenpunkten im Stromnetz führen.

Energiespeicherung

Durch die Integration von Energiespeichern in Blockheizkraftwerke, Solaranlagen oder Windkraftanlagen kann die Amortisationszeit deutlich verkürzt werden.

ÜNB

Der nationale Netzbetreiber (ÜNB, in den Niederlanden ist dies TenneT) ist für die Steuerung des Netzausgleichs verantwortlich und sendet Signale an Parteien, die ihre Produktion und ihren Verbrauch variieren können, um kontinuierliche Anpassungen vorzunehmen.

DSO

Dabei sorgen die regionalen Netzbetreiber (DSOs) wie Liander, Stedin und Enexis dafür, dass ausreichend Kapazitäten für den Transport des gewünschten Stroms vorhanden sind.

Energieversorger

Die Energieversorger produzieren Strom und reagieren auf Signale von TenneT, um mit ihrem Produktionspark oder durch untertägige Anpassungen ihrer sogenannten E-Programme Schwankungen bei Angebot und Nachfrage abzufedern.

Notstrom | EnergieGRID

Die Zahl der Windräder und Solaranlagen nimmt rasant zu. Dies kann dazu führen, dass an sonnigen und windigen Tagen die Stromeinspeisung plötzlich stark ansteigt, was das Gleichgewicht des Stromnetzes stören kann. Seit dem 1. Januar 2017 bietet Enova in Zusammenarbeit mit unseren Kunden Notstrom- und Anpassungsdienste für den nationalen Netzbetreiber TenneT an. In Ausnahmesituationen könnten diese Kunden mehr abnehmen oder weniger produzieren. Dies alles geschieht über Software und Hardware, die eine vollautomatische Fernsteuerung ermöglicht. Enova bündelt die Versorgung aller seiner Kunden online und kann durch diesen Pool gewährleisten, dass immer Notstrom zur Verfügung steht, auch wenn man individuell nicht darüber verfügt. Dies bedeutet, dass Enova-Kunden nicht verpflichtet sind, bei allen Höhen und Tiefen mitzumachen.
Erzeugen oder kaufen Sie Strom? Dann können Sie damit Geld verdienen und gleichzeitig zu einer besseren Balance im niederländischen Stromnetz beitragen.
Dies passt zu einer Zukunft mit einem wachsenden Anteil nachhaltiger Energie!

Primärregelleistung | EnergieGRID

Die Grundlage für die Stabilität des europäischen Stromnetzes wird in Echtzeit anhand der Netzfrequenz von 50 Hertz ermittelt. Enova unterstützt geeignete Anlagen bei der Erbringung dieser sogenannten Primärregelleistung. In ganz Kontinentaleuropa schwankt die Frequenz des Stromnetzes synchron um etwa 50 Hertz pro Sekunde. Bei einem Produktionsmangel und/oder einem Verbrauchsüberschuss sinkt die Frequenz unter 50 Hertz, bei einem Produktionsüberschuss oder einem Verbrauchsmangel steigt die Frequenz über 50 Hertz. International wurde vereinbart, dass die maximal zulässige Abweichung lediglich 0,2 Hertz betragen darf.

Um dies zu erreichen, gibt es in jedem Land Akteure, die über Anlagen verfügen, die in der Lage sind, ihre Produktion bzw. ihren Verbrauch kontinuierlich in die gewünschte Richtung zu verschieben, um so die Netzfrequenz innerhalb der Bandbreite zu halten. Auch bei Batterien ergeben sich Möglichkeiten, denn sie können sowohl verbrauchen (laden) als auch produzieren (entladen). Diese Parteien können für diesen Ausgleich vom nationalen Netzbetreiber (ÜNB) eine Vergütung erhalten. Enova gibt Aufschluss darüber, ob auch Ihre Anlage hierfür in Frage kommt und sorgt für die Teilnahme an unserem Pool für Primärregelleistung.

Engpassmanagement | EnergieGRID

Der Ausbau nachhaltiger Stromproduktion wird zu einem Überangebot an bestimmten Knotenpunkten im Stromnetz führen. Die Netzverstärkung ist wahrscheinlich eine teure Lösung, aber Enova kann auch als „Verkehrsregler“ fungieren, um eine Überlastung zu verhindern.

Da ein Überangebot aufgrund hoher Wind- und/oder Solarlasten wahrscheinlich nur während eines kleinen Teils der Zeit auftritt, könnte die Anpassung regionaler und nationaler Netze an eine einzelne Angebotsspitze sehr teuer und ineffizient sein. Viel sinnvoller wäre es, große Stromerzeugungs- und -verbrauchseinheiten einer Regulierung zu unterziehen und diese in einer Art Zentrale auf die regional maximal mögliche Auslastung abzustimmen. Dadurch wäre es beispielsweise möglich, in bestimmten Landesteilen gezielt Teile der Produktion vom Netz zu nehmen, um eine Überschreitung der Maximallast zu verhindern. Enova verfügt bereits seit mehr als 10 Jahren über Regelungen für 1.000 MW Erzeugungsanlagen und 500 MW Verbrauchsanlagen und kann diese auch für dieses sogenannte Engpassmanagement nutzen.

Energiespeicherung | Energiespeicher

Durch die Integration von Energiespeichern in Blockheizkraftwerke, Solaranlagen oder Windkraftanlagen kann die Amortisationszeit deutlich verkürzt werden. Durch die Speicherung können Erzeugung und Verbrauch entkoppelt werden und die Rückspeisung ins Netz kann optimiert werden, indem die gespeicherte Energie dann verkauft wird, wenn der Preis am höchsten ist.